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22.09.2020 - 09:54

BVGB: Enthüllung der „FinCEN-Files“ ist Warnschuss für die Bundesregierung

Berlin. Der Bundesverband der Geldwäschebeauftragten (BVGB) sieht in den neuesten Enthüllungen zum Thema Geldwäsche in den USA, den sogenannten „FinCEN Files“ einen Warnschuss für die Bundesregierung und macht auf dringenden Handlungsbedarf hierzulande aufmerksam.

BVGB-Präsident Christian Tsambikakis sagt: „Deutschland darf nicht länger Rückzugsort der Geldwäscher aus aller Welt bleiben. Auch bei uns wird das Thema Geldwäscheprävention noch immer nicht mit dem nötigen Ernst betrachtet, jetzt ist die Zeit, die Engpässe in diesem Bereich zu beheben.“

In diesem Zusammenhang fordert Tsambikakis: „Wichtig wäre es, die Aufsicht und den Vollzug zu stärken und die Anwendungs- und Ausführungsbestimmungen auf empirischer Basis konsequent weiterzuentwickeln. Die Weiterentwicklung des Geldwäschegesetzes und die verbesserte personelle Ausstattung der zuständigen Behörden sind der Schlüssel für nachhaltige Geldwäscheprävention.“

Tsambikakis ergänzt, dass Geldwäsche schon lange kein reines Bankenproblem mehr sei, sondern sich vielmehr in beinahe allen Wirtschaftsbereichen abspiele: „Auch wenn sich die Enthüllung aus den USA auf den Finanzsektor bezieht, dürfen wir die anderen Sektoren, die geldwäscheanfällig sind, wie den Kunst- oder Immobilienmarkt nicht vernachlässigen. Auch und gerade in diesen Bereichen muss der Gesetzgeber noch viel stärker auf den Einsatz von neuen Technologien setzen: Geldwäschebekämpfung kann heute und in der Zukunft nur mit digitalisierten Abläufen und der Unterstützung von Analysen und Entscheidungen durch Machine Learning funktionieren. Anders sind die auszuwertenden Datenmengen nicht zu bewältigen.“

OTS – Meldung:
https://www.presseportal.de/pm/147466/4713353

18.08.2020 - 16:31

Verdachtsmeldungen auf Rekordstand: Gesetzgeber muss Digitalisierung und Professionalisierung der Geldwäscheprävention vorantreiben

Christian Tsambikakis, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands der Geldwäschebeauftragten BVGB, sagt zum heute veröffentlichten Jahresbericht 2019 der Financial Intelligence Unit: „Die Zahl der Geldwäscheverdachtsfälle ist auf einem Rekordstand. Die Zahl der Verdachtsmeldungen aus dem Nicht-Finanz-Bereich hat sich mehr als verdoppelt. Das zeigt deutlich, wie wichtig die Geldwäscheprävention in Deutschland mittlerweile geworden ist.

Gleich ob nur die gemeldeten Verdachtsfälle in die Höhe geschnellt sind oder die tatsächlichen Fallzahlen: Der Gesetzgeber muss Digitalisierung und Professionalisierung der Geldwäscheprävention entschieden vorantreiben. Nur so können die wichtige Funktion der Geldwäschebeauftragten in Unternehmen und Organisationen gestärkt und Geldwäsche nachhaltig eingedämmt werden.

Trotz vorsichtig-positiver Tendenz steht weiterhin zu befürchten, dass eine enorm große Zahl an fragwürdigen Transaktionen von den Behörden unbemerkt bleibt. Geldwäscheprävention darf kein Schattenthema bleiben. Alle Beteiligten müssen jetzt an einem Strang ziehen, denn Deutschland darf kein Eldorado der Geldwäsche bleiben!“